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Generation Y: Zwischen Freiheit und Überforderung

Generation Y: Zwischen Freiheit und Überforderung

Donnerstag, 06.11. 2014, 19:00 Uhr:

Ein Generationengespräch über die Welt der heute 20 bis 35-Jährigen

Wir gelten als verwöhnt und selbstverliebt. Es heißt, wir seien größenwahnsinnig, weil wir uns kaum selbst hinterfragen und besonders groß darin sind, uns selbst zu überschätzen. Wir genießen den Luxus der Freiheit und uns stehen unendliche Möglichkeiten zur Verfügung, die uns die Chance zur Selbstverwirklichung bieten. Doch genau das ist es, was uns häufig überfordert.

Tanita Romina

Generation Y: Alles offen?

signpost_280Wenigen Generationen zuvor stand die Welt so offen wie den heute ins Berufsleben startenden Menschen. Viele sind gut ausgebildet, haben oft erste internationale Erfahrungen aus Schüleraustausch, Auslandssemestern oder Praktika. Sie sind in vielerlei Hinsicht weit kompetenter im Umgang mit der heutigen digitalen Welt als ihre Elterngeneration – ein Novum der Menschheitsgeschichte. Und nicht zuletzt ist zumindest in Mitteleuropa auch die Demographie auf ihrer Seite: Um keine Generation wurde so intensiv als zukünftige Arbeitskräfte geworben wie um diese doch recht kleine Alterskohorte.

und alles noch nicht entschieden.

Dennoch – oder deshalb – verweigern sich viele junge Menschen diesen unendlichen Möglichkeiten. Sie sind für Eltern, Personaler und die Gesellschaft insgesamt eine Herausforderung, da sie viel in Frage stellen. Einen Job mit Karrieremöglichkeit in New York? Ein Angestelltenverhältnis in einer renommierten Firma? Ein eigenes Startup? Eine Karriere in der Kunst? Oder doch zunächst mal reisen?

Wir laden an diesem Donnerstag zu einem Generationengespräch mit drei Vertretern auf unser Meeet-Podium: Eine „Baby-Boomerin“, eine aus der „Generation X“ und eine Generation Y – Vertreterin geben über ihre unterschiedliche Weltsicht Auskunft.

hanna_200Hanna Sostak (Jahrgang 1964) ist Coach, Beraterin und Expertin für berufliche Selbstentfaltung. Sie beschäftigt sich schon seit Jahren mit persönlichen Stärkenprofilen – besonders von jungen Menschen – die sie unter anderem auch bei der Berufswahl berät. Sie beobachtet, dass vielen von den GenY Vertretern zu viele Optionen zur Verfügung zu stehen scheinen. Dadurch entsteht oftmals Stillstand – “Dann machen wir halt mal gar nichts”. Doch Hanna Sostaks These ist: Das ist nicht die Generation, das ist ein gesamtgesellschaftlicher Trend, der mit der Digitalisierung und dem Aufbrechen aller traditionellen Strukturen zu tun hat.

Eike Lietzow von Lieblingsleben Coaching zur Generation YEike Lietzow (Jahrgang 1977) coacht junge Menschen, die vor, während oder nach ihrem Studium Entscheidungen treffen müssen. Sie sieht einerseits die in der Presse beschriebene Generation der Sinnsucher und ewig-Ausprobierer. Aber noch mehr erfährt sie vom Druck der jungen Menschen, ja keinen Fehler zu machen, keine Lücke im Lebenslauf entstehen zu lassen und die eigene (berufliche) Identität so lange offen zu lassen, bis irgendwie klar wird, was die  „Gesellschaft“ (Eltern, Arbeitgeber, …) von einem brauchen. Ihr Ansatz: Durch den Erfolgsdruck, der von der Gesellschaft wie auch den verfügbaren Möglichkeiten gleichermaßen ausgeht, bleibt die Frage nach dem eigenen „Lieblingsleben“ oft viel zu leise.

Tanita Romina zu Generation YTanita Romina (Jahrgang 1990) ist mit 21 Jahren aus einer wirklich erfolgreichen internationalen Karriere ausgestiegen – einem Alter, in dem andere erst über den Einstieg nachdenken. Denn sie hat – vielleicht stärker als andere –  bemerkt, dass sie diese „herkömmliche“ Welt allein nicht erfüllte, und sie trotz des äußeren Erfolgs eine innere Leere verspürte. Daher machte sie sich auf die Suche nach einer ganzheitlichen Erfüllung. Sie sagt: Mit der gleichzeitigen Fixierung auf Erfolg einerseits und ewiger Freiheit andererseits schränken die jungen Menschen sich so arg ein, dass sie gar nicht zur Sinnfrage kommen.

Ein Gesprächsabend mit und über die Generation Y

Diese Fragen und Aussagen sollen am Anfang unseres Gesprächs stehen und dann wollen wir schauen, was die drei Protagonistinnen – aber auch die Zuschauer für Erfahrungen mit den Themen dieser neuen Generation gemacht haben. Und auch: Was wir Älteren von den heute jungen Menschen lernen können.

Donnerstag, 6. November, Beginn: 19:00 Uhr, Einlass 18:00 Uhr.

Eintritt: 8€ (inkl. 1 Getränk), Karten an der Abendkasse

 

 

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