Warum es bei Meeet Kekse gibt (und Obst)
Wer schon mal bei Meeet an einem Workshop oder einem längeren Meeting teilgenommen hat, kennt unsere aufwändigen Pausenstärkungen. Auf die sind wir stolz, weil wir selbst in Hotels, Seminarhäusern, Businesscentern und Coworking so viel Traurigeres gesehen haben.
Bei den Meeet-Mitarbeitenden sind sie – sagen wir mal – so semi-beliebt, da die Zubereitung so viel mehr Zeit, Konzentration und Lebensmitteleinsatz bindet als das schlichte „Konferenzgebäck“, die man in anderen Häusern (gern noch im Plastik-Blister) vorfindet.
Bei uns hingegen gibt es:
Eine Auswahl von Keksen – immer mal wieder neue Sorten. „Saisongebäck“ wie Lebkuchen. Nüsse, Studentenfutter, Haribo, Obst (Äpfel, Birnen, Kiwis und Saisonobst), eine Obstplatte (immer mal mit einer Ananas, Melone, Trauben) und gern auch mal Ungewöhnliches wie Smarties oder Schokoküsse.
Warum so viel und warum diese Mischung aus gesund (Obst/Nüsse) und ungesundem (Kekse/Schokolade)?
Zwei Gründe haben wir:
Zum einen möchte wir das Erlebnis, einen Workshop oder Meeting bei Meeet zu besuchen, zu einem besonderen machen: Jemand hat sich für dich Mühe gegeben, um dir einen Raum, die Technik und das „Wohlfühldrumherum“ zu gestalten. Für dich, dein Team, dein Meeting und ein hoffentlich gutes Ergebnis.
Zum anderen möchten wir unseren Gästen aber gern die Wahl lassen, sie nicht „erziehen“. Daher gibt es immer sowohl das Gewohnte: Kekse, Riegel, Gummibärchen oder Softdrinks als auch das Gesunde: Viel Obst, Nüsse und zuckerfreie Saftschorle.
Damit möchten wir euch nicht die Entscheidung abnehmen, sondern sie nur ein bisschen leicht machen: Das Gesunde ist ebenso schön angerichtet, in handhabbare Häppchen geschnitten und leicht konsumierbar, wie der Keks.
Diese Philosophie ist u.a. vom Buch „Nudge“ geprägt, das Richard H. Thaler (mit Cass R. Sunstein) in 2008 veröffentlicht haben (und für das Thaler in 2017 den Wirtschafts-Nobelpreis erhalten hat). In diesem Buch beschreibt Thaler, wie man mit „Nudges“ (in Deutsch vielleicht: „Stupser“ oder sanfter Schubs), das Verhalten von Menschen ändern kann, ohne irgendwelche Optionen auszuschließen. Um als Nudge durchzugehen, muss dabei die Entscheidungsfreiheit des Einzelnen gewährleistet sein. Das heißt in unserem Beispiel, dass Kekse und Gummibärchen weiterhin als frei wählbare Option zur Verfügung stehen müssen. Wir gestalten unsere Pausen lediglich so, dass jeder Gast sich leicht für die gesündere Variante entscheiden kann.
Damit grenzen wir uns bewusst von Verboten (z.B. gegen Zucker), Geboten (z.B. „Iss jetzt dein Obst!“) und anderen Anreizen oder Bestrafungen ab. Und nehmen damit unsere Gäste und ihre eigene Entscheidungsfreiheit ernst. Dafür gehen wir gern die Extra-Meile.
Weitere aktuelle Beiträge